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Die Evolution von Apple’s Print-Werbung (Retro-Design)

Die Evolution von Apple’s Print-Werbung (Retro-Design)

Der legendäre 1984-Werbespot von Chiat/Day ist wohl einer der memorabelsten, wenn es um Apple geht. In Sachen Print-Werbung, sprich Flyer, Poster, Prospekte und Werbeschreiben gibt es heutzutage eigentlich generell recht wenig Output von IT-Firmen.

Die passende Zielgruppe lässt sich über das Netz viel leichter erreichen, weswegen auch der Safari-Browser standardmäßig auf Apple’s Website inklusive Store zeigt. Außerdem wird Print-Werbung meist direkt weggeworfen, oder landet aufgrund eines Verbots durch den Briefkasteninhaber erst gar nicht darin (wenn sich denn der Aussteller daran hält).

Eigentlich schade, dass es fast keine Drucksachen von Apple mehr gibt. Denn diese Beispiele aus der Vergangenheit, die bei Retronaut eindrucksvoll gesammelt wurden, sind äußerst amüsant und abwechslungsreich, zumal sie auch weniger erfolgreiche Produkte enthalten. Auch ein recht früher Angriff in Form von Vergleichswerbung ist dabei, der den Pentium II belächelt und den Power Mac G5 als doppelt so schnell beschreibt. Selten sehen wir heute eine IT-Firma, die das Konkurrenzprodukt auf einer Schnecke abbildet.

Pentium 2 Vergleichswerbung

Aber auch Motive wie ein junger Muhammad Ali, mit monochromer Photographie und wenig Text, wenig Branding (kleines Logo & Claim) sowie dezenter URL wirken irgendwie als kämen sie aus dem Kopf eines aktuellen Hipsters. Die Präsentation von Features fand auf den damaligen Plakaten wesentlich gequetschter, aber eben auch detaillierter statt als heute.

Muhammad Ali / Cassius Clay

Spannend ist an dem Rückblick auch die Übersicht inklusive gescheiterter oder wenig adaptierter Produkte, die Apple beispielsweise im Desktop-Bereich veröffentlichte. Der G4 Cube starb bekanntlich bereits bei der Produktpräsentation durch Steve Jobs, der reichlich (zu viel) Betonung auf die Konstruktionsweise legte. Ein 7-Zoll Würfel, der praktisch in Acrylglas schwebte und irgendwie doch sehr an die Geräte von Jobs’ gescheiterter Firma NeXT erinnerte.

Apple G4 Cube

Von Sir Jonathan Ive designed und im New York Museum of Modern Art ausgestellt, halfen dem knapp $1800 teuren Cube auch die Harman Kardon Lautsprecher nicht viel. Für den damaligen Zeitpunkt zu teuer angesetzt und in direkter Konurrenz zum Power Mac G4 stehend, fand sich recht wenig Absatz für das exzentrische Gerät. Zusätzlich hatten die ersten Cubes Macken durch den Herstellungsprozess Erfahren und wiesen feine Risse in der eigentlich durchsichtigen Plastikummantelung auf. Witzige Side-Note an dieser Stelle: Insgesamt 16 dieser Cubes fanden Einsatz bei der Produktion von Star Trek: Enterprise, der letzten Serie, die im Endeffekt auch vorzeitig abgesetzt wurde. Ein kleiner Pechwürfel vielleicht?

Mein persönlicher Favorit ist jedoch die “If you’re a hack, you’ll still be a hack. You’ll just do it a whole lot faster”-Werbung, die im Licht der Hackintosh-Ära (auch als OSX86 bezeichnet, Mac OS X auf “PC-Hardware” dank geteilter Intel-Architektur) noch einen anderen Beigeschmack bekommt. An zweiter Stelle steht bei mir wohl die “What can you do with 240 MHz?”-Nummer, bei der man heutzutage wohl wirklich nur schmunzeln kann. Die heutige Antwort auf die Frage wäre wohl “wait. A lot.”, oder was meint ihr? Welche Poster gefallen euch am besten oder bringen euch zum Lachen?

240 MHz Powerpc

Die restlichen Bilder und Vollansichten (leider größtenteils auch sehr klein, nur mit Zoom lesbar) gibt’s bei retronaut, Apple ist natürlich der Urheber und ansonsten lässt sich die Galerie & restliche Seite auch empfehlen. Viel Spaß!

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