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Loon: Ballon-Internet von Google für die ganze Welt

Internet aus dem Ballon: Google will mit Projekt Loon künftig die Weltpopulation in abgelegeneren Gebieten mit Internet versorgen, die Abdeckung vergrößern und bei Naturkatastrophen und dergleichen ebenso Netzabdeckung bieten. Wie soll der Spaß funktionieren?

Spezielle Ballons sollen in der Stratosphäre schweben und von den Winden unseres Planeten angetrieben werden. Mit der Höhensteuerung lässt sich die Richtung der Ballons beeinflussen. Da die Winde in der Stratosphäre besonders stabil und recht gemütlich sind, eignet sich diese Schicht am besten für ein solches Projekt. Jede “Wind-Schicht” hat eine eigene Richtung sowie Stärke, beide können für die gezielte Navigation der Ballons genutzt werden.

loon-struktur

Eine dünne Schicht Polyethylen-Plastik und 15 Meter Breite, sowie 12 Meter Höhe sind die visuellen Eckdaten von Projekt Loon. Als Energiequelle dienen Solarpanels, die zwischen Ballon (Envelope) und dem eigentlichen Kommunikationsequipment hängen. Letzteres setzt sich aus einer kleinen Box zusammen, die mit Radio-Antennen (für die Kommunikation zwischen Loons) und dedizierten Antennen für die Netzanbindung sowie Akkus ausgestattet ist.

Die luftige Lösung soll schneller, günstiger und einfacher als bisherige Versuche sein, die unsere globale Vernetzung bislang antrieben. Die Verbindung zum Ballon-Netzwerk wird dabei von den beispielsweise ländlicheren Menschen über eine spezielle Antenne hergestellt, die sich am Außenbereich eines Gebäudes befestigen lässt. Das Web-Signal kann zwischen mehreren Ballons übertragen werden, was quasi ein Internet der Lüfte erzeugt, in das sich jeder Teilnehmer einklinken kann. Die Geschwindigkeit soll mit 3G vergleichbar sein, zumindest in der Theorie. Die verwendeten ISM-Frequenzbänder (2,4 und 5,8 GHz) sind für jedermann zugänglich.

loon-schichten

Man wünschte nur, sie würden das Ganze auch noch viktorianisch verpacken, dann wären wir Bioshock Infinite ein Stück näher. Ich sehe schon die viktorianischen Google Glass Cyborgs zwischen den Ballons und Wolkenstädten umherhüpfen, sich mit ihren Greifarmen gegenseitig verkloppen und nebenher die neuesten Custom ROMs flashen. Wäre Apple dann bereits auf einem eigenen Todesstern? Vielleicht ist Loon ja auch die nächste Stufe eines ausgeklügelten Plans, den Google mit der NSA vereinbart hat. Who knows.

Das Projekt bekommt einen kleinen Testlauf in Neuseeland, wo die Kiwis heimisch sind. Diesen Monat geht es los, eine kleine Gruppe Loon-Tester wird die Technologie in Christchurch und Canterbury auf Herz und Nieren testen. Weitere Entwicklungen des Projekts werden auf der Projektseite bei Google Plus festgehalten.

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