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Urin: Ein Schritt zur menschlichen Batterie für Smartphones?

Urin: Ein Schritt zur menschlichen Batterie für Smartphones?

Na Baby, fehlt Deinem dem iPhone der Saft? Wie, du willst es direkt hier aufladen? Ihgitt. So oder so ähnlich könnte eine künftige Unterhaltung ablaufen, die sich auf die nächste Generation der Energiegewinnung bezieht. Spätestens seit The Matrix (Warner Bros.) wissen wir, dass Unmengen an Energie vergeudet werden, die wir heutzutage bereits aus Abmahnanwälten, hochrangigen Politikern oder Investmentbankern abzapfen könnten.

Was aber, wenn es auch ohne Einlegekapsel geht, in der ein menschlicher Körper dank einer virtuellen Realität bei Laune gehalten wird, während seine Physis der Energiegewinnung dient? Wissenschaftler im Bristol Robotik-Labor haben die Lösung: Urin.

72903_554999484546869_2071381569_nUrin lässt sich mit ein bisschen mikrobieller Brennstoffzellen-Magie nämlich zu Energie umwandeln, wo winzige Mikroben die Flüssigkeit “verdauen” und über Kondensatoren schließlich als elektrischen Strom an ein Gerät weiterleiten. Während CNET von einem Samsung Smartphone als Verbraucher am Stromkreis spricht, ist im Foto der Bristol Uni nur mein altes Sony Ericsson zu sehen, das bestenfalls noch WAP hatte.

Ioannis Ieropoulus von der University of West England ist ebenso an der Forschung beteiligt und spricht von einem kurzen Telefonat, SMS und ein bisschen Webbrowsing – alles angetrieben durch den gelben Körpersaft. Sonderlich viel Energie lässt sich da noch nicht abschöpfen, aber das Konzept hat noch Potenzial für Optimierungen.

Beispielsweise könnte eine öffentliche Toilette mit mikrobiellen Brennstoffzellen ausgestattet werden, was wiederum zur Generierung von Elektrizität beitragen würde. In einer Sport-Bar könnte das Urinal somit den Saft für Smartphone-Ladestationen finanzieren. Stellt Euch mal die Möglichkeiten bei einem Fußballspiel vor.

Täglich spülen wir kostbare Restenergie das Klo hinunter. Wann können wir endlich von der smarten Toilette profitieren? Was hat das für Implikationen in Bezug auf die NSA-Spionage? Wie wird Samsung das Konzept vermarkten, sollte sich das Unternehmen aus Südkorea für die Erfindung enscheiden? Fragen über Fragen.

Blöde Scherze beiseite, die Zukunft sieht sicherlich nicht nach einem Urinbeutel am Oberschenkel aus, der unsere Gadgets unterwegs lädt. Für stationäre Toiletten und das eigene Zuhause (oder gar Dixie-Toiletten auf Festivals) könnte es aber durchaus Sinn ergeben, die sowieso vorhandenen “Ressourcen” durch eine energiegewinnende Maßnahme zu leiten. Why not?

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