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Anwaltskosten von $70.000 pro Woche? Apple sagt nein

Anwaltskosten von $70.000 pro Woche? Apple sagt nein

Dass Apple sich wegen “price-fixing” (illegaler Preisfestlegung) im eBook-Markt verantworten muss, ist ja durchaus nachvollziehbar. Auch für Apple. Bekanntlich zahlt der Verlierer in einer Gerichtsverhandlung die Kosten der anderen Partei, in diesem Falle sind das die Feds. Die Regierung setzte einen externen “Antitrust Compliance Monitor” ein, der sich mit der Wettbewerbsfairness von Apples Praktiken auseinandersetzt.

Sein Name ist Michael Bromwich und offenbar hat er den bestbezahlten Job der Welt, den er sich gerne von Apple bezahlen lassen möchte. Apple hat gegen die Praktiken von Bromwich wiederum Beschwerde eingereicht, zwei davon haben die Kollegen bei AllThingsD hervorgehoben:

Bromwich handle nicht im normalen Umfangsrahmen seiner Aufgabe und verlange beispielsweise direkte Interviews mit Apple CEO Tim Cook, Al Gore (Aufsichtsratmitglied bei Apple) und Chefdesigner Jonathan Ive. Dass Ive verständlicherweise relativ wenig zur eBook-Strategie von Apple zu sagen hat, ist Bromwich hierbei egal.

Außerdem sei der wohl markanteste Kritikpunkt die Bezahlung von Bromwich: $1.100 pro Stunde soll seine Arbeit kosten. Selbst Apple kann sich da nur noch am Kopf kratzen, eine Vergütung in diesen Sphären habe selbst der Konzern aus Cupertino noch nicht erlebt. Die Höhe einer Rechnung für die ersten zwei Wochen der Arbeit am Fall Apple, inklusive Honorar für die 5 Personen des Teams von Bromwich? Geschmeidige $138.432,40!

Seine Antwort ist fast noch amüsanter als die freche Rechnung: Er sei schließlich nicht bei Apple angestellt, oder ein externer Berater für das Unternehmen (Damit beruft er sich wohl auf die Wünsche von Apple, zu derer Umsetzung er nicht verpflichtet sei). Ferner seien seine Tarife angemessen, Apple habe überhaupt keine Ahnung von angemessenen Preisen. Außerdem sei es sowieso egal, was Apple von den Preisen halte. Sie haben ihn nur zu bezahlen, das Gericht entscheide über die Angemessenheit des Preisniveaus.

Was lernen wir daraus, liebe Kinder? Wenn ihr die Leute so richtig über den Tisch ziehen wollt, dann studiert doch Jura und am besten noch Ökonomie im Doppeldiplom.

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